Martin Auer
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Ein Trompeter im Fernsehen faszinierte ihn als Kind so sehr, dass Martin Auer seine Eltern davon überzeugte, ihm selbst ein solches Instrument zu kaufen. Mittlerweile versucht er, seinen eigenen Kindern gute Musik zu vermitteln.

Interview: "Musiker und Familienvater"

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Steckbrief

1963 in Werl in Westfalen geboren, lebt Martin Auer heute mit seiner Frau, Sohn und Tochter in Friedrichsdorf im Taunus.

Studium an der Kölner Musikhochschule, dort auch Lehrauftrag für Ensemblespiel.

Spielte unter anderem mit: Paul Kuhn Big Band, Köln Big Band (Ltg. Michael Vilmow), Köln Musik Big Band (Ltg. Jerry van Rooyen).

Mitglied der hr-Bigband seit 1996

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Frage: Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Auer: Mit der Musik angefangen habe ich mit neun Jahren: Mein erstes Instrument war ein Akkordeon. Das schreiben Sie aber bitte nicht! Danach habe ich einmal im Fernsehen einen Trompeter spielen gesehen - und das hat mir so gut gefallen, dass ich mit elf Jahren bei meinen Eltern den Wunsch geäußert habe, Trompete zu lernen. Anfangs habe ich vorwiegend Blasmusik gespielt, aber auch im Posaunenchor Choräle und alte Musik gespielt. Später kam das Klavier hinzu, und mir wurde die Musik immer wichtiger. Mit 15, 16 Jahren habe ich dann angefangen, in Bands zu spielen.

Frage: Wie sieht Ihr musikalischer Werdegang aus?
Auer: Nach der Schule habe ich an der Musikhochschule in Köln Trompete mit der Fachrichtung "Jazz" studiert und neben dem Studium frei in verschiedenen Bands gespielt. Seit 1996 bin ich nun in der hr-Bigband dabei.

Frage: Wer sind Ihre musikalische Vorbilder?
Auer: Im Laufe des Musikerlebens wird es weniger wichtig, Vorbildern nachzueifern, um eigenen Ausdrucksmöglichkeiten Raum zu geben. Es gibt außerdem so viele gute Musiker, dass ich mich gar nicht festlegen möchte. Ich finde es eher reizvoll, wenn man sehr unterschiedliche Stile bedienen kann. Ein Künstler, den ich sehr schätze, ist Toots Thielemans - der spielt allerdings hauptsächlich Mundharmonika und Gitarre.

Frage: Was machen Sie gerne, wenn Sie nicht arbeiten?
Auer: Ich versuche, möglichst viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Und ich bin gern in Bewegung: laufend oder Fahrrad fahrend.

Frage: Welche Musik hören Sie privat gerne?
Auer: Ich höre gerne gute Popmusik, wie zum Beispiel Sting oder auch den amerikanischen Songwriter Michael Franks. Zuhause versuche ich auch, meinen Kindern gute Musik zu vermitteln, auch um ihnen eine gesunde musikalische Vorbildung zu geben. Manchmal klappt das sogar. Ich habe natürlich auch zahlreiche Jazzplatten zuhause. Was ich gar nicht mag, ist langweiliger HipHop.

Frage: Wann bekommen Sie eine "Gänsehaut"?
Auer: Selten. Aber vielleicht, wenn es ein Künstler schafft, eine solche Spannung in den Saal bringen, dass Publikum und Musiker gleichermaßen gebannt sind.

Frage: Ihr Tag war erfolgreich, wenn ...
Auer: ... ich gute Arbeit geleistet habe und dann vielleicht auch noch mein Sport-Programm zuhause geschafft habe.

(Interview: Isabel Schad)